SteelSeries Apex 3 RGB Gaming-Tastatur im Test
Eine Membrantastatur mit Ausstattung, die man in dieser Preisklasse sonst nicht bekommt: Spritzwasserschutz, Lautstärkerad und Handballenauflage. Der Anschlag bleibt aber schwammig.
- Switches
- Membran
- Formfaktor
- Full-Size
- Verbindung
- Kabel
- Preisklasse
- bis 50 €
Stärken
- Spritzwasserschutz nach IP32
- Lautstärkerad und Medientasten in dieser Preisklasse
- Magnetische Handballenauflage im Lieferumfang
Schwächen
- Membranschalter: schwammiger Anschlag ohne klaren Auslösepunkt
- Kein N-Key-Rollover über das ganze Board
Was man für 49 Euro bekommt
Die Apex 3 ist die bestausgestattete Tastatur unter 50 Euro in diesem Vergleich. Sie hat ein Lautstärkerad, dedizierte Medientasten, eine magnetische Handballenauflage im Lieferumfang und Spritzwasserschutz nach IP32. Das ist eine Liste, die man sonst in der Mittelklasse erwartet.
Sie ist außerdem sehr leise — die leiseste Tastatur im ganzen Testfeld. Für ein Wohnzimmer, ein geteiltes Zimmer oder einen Arbeitsplatz mit Kollegen ist das ein handfester Vorteil.
Wo die Grenze liegt
Bei den Schaltern. Unter jeder Taste sitzt eine Gummikuppel, kein mechanischer Switch. Das bedeutet: kein definierter Auslösepunkt, sondern ein Widerstand, der zum Anschlag hin zunimmt. Man drückt die Taste durch, statt sie auszulösen.
Praktisch heißt das zwei Dinge. Schnelle Wiederholungen — etwa Strafe-Wechsel in einem Shooter — sind spürbar schwerer zu kontrollieren. Und das Feedback darüber, ob eine Eingabe angekommen ist, fehlt. Für Counter-Strike oder Valorant ist das die falsche Tastatur, und daran ändert die Ausstattung nichts.
Dazu fehlt N-Key-Rollover über das gesamte Board. Bei mehreren gleichzeitig gedrückten Tasten kann eine unterschlagen werden.
Für wen sich die Tastatur eignet
Für den Einstieg mit kleinem Budget, für leise Umgebungen und für Schreibtische, auf denen regelmäßig ein Getränk steht. Für alle, die ernsthaft kompetitiv spielen wollen, ist der Sprung zu einer Mechanik das sinnvollere Geld — die TMKB T63 kostet weniger und hat echte Switches, die Alloy Origins Core kostet 17 Euro mehr und spielt in einer anderen Liga.
Fazit
Eine gut gemachte Membrantastatur, die ihre Klasse nicht verlässt. Wer die Ausstattung braucht und leise spielen will, macht nichts falsch. Wer Leistung sucht, sollte das Geld in Mechanik stecken.
Testergebnis im Detail
Gesamtwertung 7,3 von 10 — Gut. So setzt sich das Ergebnis zusammen:
- Gaming-Performance25 %6,8
Eignung im Spiel: Auslösecharakteristik, N-Key-Rollover, Anti-Ghosting, Rapid Trigger sowie die Frage, wie gut sich schnelle Richtungswechsel und Doppelanschläge kontrollieren lassen.
- Switches & Tippgefühl15 %6,4
Schaltertyp und -qualität, Gleichmäßigkeit über das Board, Stabilisatoren, Anschlaggefühl und Laufruhe der größeren Tasten.
- Verarbeitung15 %7,4
Gehäusematerial, Verwindungssteifigkeit, Tastenkappenmaterial (PBT gegenüber ABS), Spaltmaße, Kabel- und Standfußqualität.
- Latenz & Reaktionszeit15 %7,4
Polling Rate, Verbindungsart und — sofern eigene Messwerte vorliegen — die gemessene Eingabelatenz. Ohne Messung wird ausschließlich die technische Auslegung bewertet.
- Ausstattung10 %8,2
Hot-Swap, Medientasten, Drehregler, Displays, USB-Passthrough, Handballenauflage, Beleuchtung und Speicherprofile.
- Software5 %7,8
Funktionsumfang, Bedienbarkeit, Ressourcenbedarf, Onboard-Speicher und ob die Tastatur ohne installierte Software vollständig nutzbar bleibt.
- Ergonomie5 %8,4
Bauhöhe, Neigungsoptionen, Handballenauflage, Layout-Logik und Tastenerreichbarkeit bei längeren Sitzungen.
- Preis-Leistung10 %8,2
Gegenwert im Verhältnis zum Marktpreis und zu direkten Alternativen in derselben Preisklasse.
Gewichtetes Modell aus acht Kriterien —Testverfahren ansehen.
Messwerte
Für dieses Modell liegen der Redaktion keine eigenen Messungen vor. Die Bewertung stützt sich auf Herstellerangaben und Marktlage — siehe Teststatus oben. Wie wir messen, steht im Testverfahren.
Technische Daten
Alle Werte in dieser Tabelle stammen aus Datenblatt und Produktangaben des Herstellers. Es sind keine eigenen Messungen.
Switches & Auslösung
- Switch-Technologie
- Membran
- Switch-Modell
- SteelSeries Whisper-Quiet (Membran)
- Charakteristik
- Linear
- Rapid Trigger
- Nein
- Hot-Swap
- Nein
Bauform & Material
- Formfaktor
- Full-Size
- Tastenanzahl
- 104–105 Tasten
- Layout
- QWERTZ (DE)
- Gehäuse
- Kunststoff
- Tastenkappen
- ABS
Verbindung & Leistung
- Verbindung
- Kabelgebunden
- Polling Rate
- 1.000 Hz
- Kabel
- USB-A, fest verbunden
Ausstattung
- N-Key-Rollover
- Nein
- Beleuchtung
- RGB in 10 Zonen
- Makrotasten
- Keine dedizierten
- Medientasten
- Ja
- Handballenauflage
- Ja
- Software
- SteelSeries GG
Maße & Gewicht
- Gewicht
- 979 gohne Kabel
Sonstiges
- Plattformen
- Windows, macOS
- Garantie
- 12 Monate
Weitere Ansichten
Herstellerbilder. Eigene Aufnahmen liegen für dieses Modell nicht vor — was daran liegt, dass es der Redaktion nicht vorgelegen hat.

Herstellerbild© SteelSeries 
Herstellerbild© SteelSeries 
Herstellerbild© SteelSeries
Vorteile & Nachteile
Vorteile
- Spritzwasserschutz nach IP32
- Lautstärkerad und Medientasten in dieser Preisklasse
- Magnetische Handballenauflage im Lieferumfang
- Sehr leise — bürotauglich
- Beleuchtung in zehn Zonen
Nachteile
- Membranschalter: schwammiger Anschlag ohne klaren Auslösepunkt
- Kein N-Key-Rollover über das ganze Board
- Deutlich langsamere Wiederholungen als eine Mechanik
Unser Fazit
Eine Membrantastatur mit Ausstattung, die man in dieser Preisklasse sonst nicht bekommt: Spritzwasserschutz, Lautstärkerad und Handballenauflage. Der Anschlag bleibt aber schwammig.
Beste Wahl für
- Einstieg mit kleinem Budget
- Leises Spielen
- Schreibtische mit Getränk
Nicht ideal für
- Kompetitive Shooter
- Wer einen definierten Anschlag will
Alternativen
Wenn du für weniger Geld echte mechanische Switches willst
7,4Redaktionelle Gesamtwertung 7,4 von 10 — GutEchte mechanische Switches, Hot-Swap und Dreifach-Funk für 34 Euro — technisch das meiste Angebot im Einstiegsbereich. Das 60-Prozent-Layout ohne Pfeiltasten ist dafür der Preis.
Wenn du ernsthaft spielen willst und 17 Euro mehr ausgeben kannst
8,6Redaktionelle Gesamtwertung 8,6 von 10 — Sehr gutEin Vollaluminium-Gehäuse, lineare Switches und sonst nichts: die Alloy Origins Core lässt alles weg, was beim Spielen nicht hilft, und ist deshalb für unter 70 Euro schwer zu schlagen.
Wenn du eine flachere Bauform bevorzugst
7,0Redaktionelle Gesamtwertung 7,0 von 10 — GutFlache Bauform, Handballenauflage im Lieferumfang und ein sehr leiser Anschlag für 37 Euro. Die Mecha-Membran ist kein mechanischer Switch, fühlt sich aber definierter an als reine Gummikuppeln.
Häufige Fragen
Ist eine Membrantastatur zum Spielen ungeeignet?
Nicht ungeeignet, aber langsamer und weniger präzise. Die Gummikuppel gibt keinen definierten Auslösepunkt, sondern einen Widerstand, der zum Ende hin zunimmt. Schnelle Wiederholungen und exakt dosierte Anschläge sind dadurch schwerer. Für Aufbau-, Rollen- und Gelegenheitsspiele fällt das kaum auf.
Was bedeutet IP32?
Schutz gegen senkrecht fallendes Sprühwasser und gegen Fremdkörper über 2,5 mm. Ein umgestoßenes Glas übersteht die Tastatur damit eher als eine offene Mechanik — untertauchen sollte man sie trotzdem nicht.
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Änderungsverlauf
Einordnung der Membrantechnik gegenüber Mechanik präzisiert.
Erstveröffentlichung der redaktionellen Bewertung.