Corsair K55 CORE RGB Gaming-Tastatur im Test
Eine schlichte Membrantastatur mit Spritzwasserschutz und Zonenbeleuchtung. Ordentlich gebaut, aber ohne Argument gegenüber der besser ausgestatteten Konkurrenz im selben Preisbereich.
- Switches
- Membran
- Formfaktor
- Full-Size
- Verbindung
- Kabel
- Preisklasse
- bis 50 €
Stärken
- Spritzwasserschutz nach IP42
- Dedizierte Medientasten
- Leiser Anschlag
Schwächen
- Membranschalter mit schwammigem Anschlag
- Beleuchtung nur in Zonen, nicht pro Taste
Einordnung
Die K55 CORE ist Corsairs Einstiegsangebot und macht nichts falsch: Membranschalter, IP42-Spritzwasserschutz, Beleuchtung in zehn Zonen, dedizierte Medientasten. Das Gehäuse ist Kunststoff, mit 730 Gramm leicht, aber nicht wackelig.
Das Problem ist der Vergleich. Für sieben Euro mehr bringt die SteelSeries Apex 3 ein Lautstärkerad und eine magnetische Handballenauflage mit. Für weniger Geld bietet die TMKB T63 echte mechanische Switches. Die K55 CORE liegt dazwischen, ohne in einer Kategorie zu gewinnen.
Praktische Grenzen
Membranschalter bedeuten hier dasselbe wie bei allen Tastaturen dieser Bauart: kein definierter Auslösepunkt, ein zum Anschlag zunehmender Widerstand, kein vollständiges N-Key-Rollover. Für Aufbauspiele und gelegentliche Shooter ist das ausreichend, für kompetitives Spielen nicht.
Die Beleuchtung arbeitet in Zonen, nicht pro Taste — sichtbar, wenn man Effekte über die Tastatur laufen lässt.
Software
iCUE funktioniert, ist aber für diese Tastatur überdimensioniert: ein permanenter Hintergrundprozess für eine Zonenbeleuchtung. Sinnvoll ist das nur, wenn ohnehin weitere Corsair-Hardware im Rechner steckt und die Beleuchtung synchron laufen soll — das ist auch das beste Argument für dieses Modell.
Fazit
Korrekt gebaut, aber ohne eigenes Argument. Sinnvoll fast nur innerhalb eines bestehenden Corsair-Setups; ansonsten gibt es links und rechts davon bessere Angebote.
Testergebnis im Detail
Gesamtwertung 6,9 von 10 — Befriedigend. So setzt sich das Ergebnis zusammen:
- Gaming-Performance25 %6,5
Eignung im Spiel: Auslösecharakteristik, N-Key-Rollover, Anti-Ghosting, Rapid Trigger sowie die Frage, wie gut sich schnelle Richtungswechsel und Doppelanschläge kontrollieren lassen.
- Switches & Tippgefühl15 %6,2
Schaltertyp und -qualität, Gleichmäßigkeit über das Board, Stabilisatoren, Anschlaggefühl und Laufruhe der größeren Tasten.
- Verarbeitung15 %7,0
Gehäusematerial, Verwindungssteifigkeit, Tastenkappenmaterial (PBT gegenüber ABS), Spaltmaße, Kabel- und Standfußqualität.
- Latenz & Reaktionszeit15 %7,2
Polling Rate, Verbindungsart und — sofern eigene Messwerte vorliegen — die gemessene Eingabelatenz. Ohne Messung wird ausschließlich die technische Auslegung bewertet.
- Ausstattung10 %7,2
Hot-Swap, Medientasten, Drehregler, Displays, USB-Passthrough, Handballenauflage, Beleuchtung und Speicherprofile.
- Software5 %7,2
Funktionsumfang, Bedienbarkeit, Ressourcenbedarf, Onboard-Speicher und ob die Tastatur ohne installierte Software vollständig nutzbar bleibt.
- Ergonomie5 %7,6
Bauhöhe, Neigungsoptionen, Handballenauflage, Layout-Logik und Tastenerreichbarkeit bei längeren Sitzungen.
- Preis-Leistung10 %7,8
Gegenwert im Verhältnis zum Marktpreis und zu direkten Alternativen in derselben Preisklasse.
Gewichtetes Modell aus acht Kriterien —Testverfahren ansehen.
Messwerte
Für dieses Modell liegen der Redaktion keine eigenen Messungen vor. Die Bewertung stützt sich auf Herstellerangaben und Marktlage — siehe Teststatus oben. Wie wir messen, steht im Testverfahren.
Technische Daten
Alle Werte in dieser Tabelle stammen aus Datenblatt und Produktangaben des Herstellers. Es sind keine eigenen Messungen.
Switches & Auslösung
- Switch-Technologie
- Membran
- Switch-Modell
- Corsair Membran
- Charakteristik
- Linear
- Rapid Trigger
- Nein
- Hot-Swap
- Nein
Bauform & Material
- Formfaktor
- Full-Size
- Tastenanzahl
- 104–105 Tasten
- Layout
- QWERTZ (DE)
- Gehäuse
- Kunststoff
- Tastenkappen
- ABS
Verbindung & Leistung
- Verbindung
- Kabelgebunden
- Polling Rate
- 1.000 Hz
- Kabel
- USB-A, fest verbunden
Ausstattung
- N-Key-Rollover
- Nein
- Beleuchtung
- RGB in 10 Zonen
- Makrotasten
- Keine dedizierten
- Medientasten
- Ja
- Handballenauflage
- Nein
- Software
- Corsair iCUE
Maße & Gewicht
- Gewicht
- 730 gohne Kabel
Sonstiges
- Plattformen
- Windows
- Garantie
- 24 Monate
Weitere Ansichten
Herstellerbilder. Eigene Aufnahmen liegen für dieses Modell nicht vor — was daran liegt, dass es der Redaktion nicht vorgelegen hat.

Herstellerbild© Corsair 
Herstellerbild© Corsair 
Herstellerbild© Corsair
Vorteile & Nachteile
Vorteile
- Spritzwasserschutz nach IP42
- Dedizierte Medientasten
- Leiser Anschlag
- iCUE-Anbindung für Nutzer mit weiterer Corsair-Hardware
Nachteile
- Membranschalter mit schwammigem Anschlag
- Beleuchtung nur in Zonen, nicht pro Taste
- Keine Handballenauflage
- iCUE ist für eine Tastatur dieser Klasse überdimensioniert
Unser Fazit
Eine schlichte Membrantastatur mit Spritzwasserschutz und Zonenbeleuchtung. Ordentlich gebaut, aber ohne Argument gegenüber der besser ausgestatteten Konkurrenz im selben Preisbereich.
Beste Wahl für
- Sehr knappes Budget
- Zweitrechner und Wohnzimmer-PC
Nicht ideal für
- Kompetitives Spielen
- Wer eine Handballenauflage erwartet
Alternativen
Wenn du für sieben Euro mehr Lautstärkerad und Handballenauflage willst
7,3Redaktionelle Gesamtwertung 7,3 von 10 — GutEine Membrantastatur mit Ausstattung, die man in dieser Preisklasse sonst nicht bekommt: Spritzwasserschutz, Lautstärkerad und Handballenauflage. Der Anschlag bleibt aber schwammig.
Wenn du im selben Budget echte mechanische Switches bevorzugst
7,4Redaktionelle Gesamtwertung 7,4 von 10 — GutEchte mechanische Switches, Hot-Swap und Dreifach-Funk für 34 Euro — technisch das meiste Angebot im Einstiegsbereich. Das 60-Prozent-Layout ohne Pfeiltasten ist dafür der Preis.
Wenn du eine flache Bauform mit Handballenauflage suchst
7,0Redaktionelle Gesamtwertung 7,0 von 10 — GutFlache Bauform, Handballenauflage im Lieferumfang und ein sehr leiser Anschlag für 37 Euro. Die Mecha-Membran ist kein mechanischer Switch, fühlt sich aber definierter an als reine Gummikuppeln.
Häufige Fragen
Lohnt die K55 CORE gegenüber der SteelSeries Apex 3?
Selten. Die Apex 3 kostet rund sieben Euro mehr und bringt ein Lautstärkerad und eine magnetische Handballenauflage mit. Für die K55 CORE spricht vor allem ein bestehendes Corsair-Setup, in dem die Beleuchtung über iCUE mitlaufen soll.
Was bedeutet IP42 hier?
Schutz gegen Fremdkörper ab 1 mm und gegen Spritzwasser aus allen Richtungen — auf dem Papier etwas besser als die IP32-Einstufung der Apex 3. Für einen Schreibtisch mit Getränk ist beides ausreichend.
Passende Ratgeber
Änderungsverlauf
Preisbeobachtung aktualisiert.
Erstveröffentlichung der redaktionellen Bewertung.