BewertetBewertung auf Basis dokumentierter Herstellerangaben, technischer Datenblätter und der Marktlage — ohne eigenen Hands-on-Test. Es werden keine eigenen Messwerte ausgewiesen.
Redaktionsempfehlung

Razer

Razer BlackWidow V4 Mechanische Gaming-Tastatur im Test

Die vollständigste Full-Size-Tastatur im Vergleich: leise lineare Switches, sechs Makrotasten, Kommandorad und magnetische Handballenauflage. Synapse als Dauerprozess ist der Haken.

Switches
Mechanisch
Formfaktor
Full-Size
Verbindung
Kabel
Preisklasse
100–180 €

Stärken

  • Razer Yellow: linear, leise, 1,2 mm Auslöseweg
  • Sechs dedizierte Makrotasten links plus Kommandorad
  • Magnetische, gepolsterte Handballenauflage im Lieferumfang

Schwächen

  • Razer Synapse muss für Makros und Profile dauerhaft laufen
  • Tastenkappen aus doppelt gespritztem ABS statt PBT
Beste Wahl fürWer Makrotasten wirklich nutzt · Gemischte Nutzung aus Spielen und Arbeiten · Leises Spielen mit linearen Switches

Verarbeitung und Design

Die BlackWidow V4 ist die Tastatur für Leute, die eine Ausstattungsliste wollen und sie auch benutzen. Sechs dedizierte Makrotasten an der linken Seite, ein Kommandorad oben rechts, dedizierte Medientasten, RGB pro Taste und eine Unterbodenbeleuchtung. Dazu eine magnetische, gepolsterte Handballenauflage, die im Lieferumfang liegt statt im Zubehörshop.

Die Deckplatte ist Aluminium, das Gewicht liegt bei rund 1.450 Gramm. Nichts an dieser Tastatur bewegt sich, nichts flext. Der Preis dafür ist die Grundfläche: mit angesetzter Handballenauflage kommt man auf über 50 Zentimeter Tiefe bei voller Full-Size-Breite. Auf einem 60-Zentimeter-Tisch wird die Mausbewegung dann eng.

Die Tastenkappen sind doppelt gespritztes ABS. Bei 109 Euro ist das der auffälligste Sparpunkt — die deutlich günstigere RK R98 liefert PBT.

Switches und Tippgefühl

Dieses Modell kommt mit linearen Razer Yellow: 1,2 mm Auslöseweg, werkseitig gedämpft. Der kurze Weg macht schnelle Wiederholungen leicht, die Dämpfung nimmt dem Anschlag das Klacken. Für eine Gaming-Tastatur dieser Größe ist die BlackWidow V4 damit erstaunlich leise — nicht bürotauglich still, aber weit ruhiger als die HyperX Alloy Origins Core oder die Corsair K70 MAX.

Zu beachten: die BlackWidow V4 wird auch mit klickenden Razer Green ausgeliefert, unter einer anderen Artikelnummer. Wer den Clicky-Switch will, muss beim Kauf genau hinsehen — die beiden Varianten sehen identisch aus.

Die Stabilisatoren sind gut eingestellt, Leertaste und Enter klingen sauber. Hot-Swap gibt es nicht.

Gaming-Performance

1.000 Hz Abfragerate, N-Key-Rollover, kurzer Auslöseweg — für alles außer der Spitze des kompetitiven Spielens ist das vollständig ausreichend. HyperPolling mit 4.000 oder 8.000 Hz bietet dieses Modell nicht; das ist den Pro-Varianten und der Huntsman-Reihe vorbehalten.

Wo die Tastatur wirklich punktet, ist bei makrolastigen Spielen. Sechs Makrotasten unter dem kleinen Finger sind für MMOs und Aufbauspiele ein echter Unterschied, kein Ausstattungsmerkmal. Wer eine Klasse mit 20 Fähigkeiten spielt, wird sie benutzen. Wer ausschließlich Shooter spielt, zahlt für Tasten, die er nie drückt — und ist mit einer TKL besser und billiger bedient.

Das Kommandorad ist frei belegbar und in der Praxis am nützlichsten für Lautstärke und Helligkeit.

Software

Synapse ist der Haken. Tippen und Standardbeleuchtung funktionieren ohne Software, aber die Makrotasten und das Kommandorad — also die Gründe, aus denen man dieses Modell kauft — setzen Synapse voraus, und Synapse bleibt danach als Hintergrundprozess im System. Ein echter Onboard-Speicher, mit dem man die Software nach der Konfiguration deinstallieren könnte, fehlt in dieser Konsequenz.

Wer Hintergrundprozesse grundsätzlich vermeidet, sollte diese Tastatur nicht kaufen. Es gibt keine Konfiguration, in der sie ihr volles Funktionsspektrum ohne Synapse zeigt.

Für wen sich die Tastatur eignet

Die BlackWidow V4 ist unsere Redaktionsempfehlung für gemischte Nutzung: Spielen, Arbeiten, Makros, und das alles auf einem Gerät, bei dem man nichts nachkaufen muss. Die leisen linearen Switches machen sie zu einer der wenigen Full-Size-Gaming-Tastaturen, die man in einem geteilten Raum benutzen kann.

Gegen sie sprechen der Platzbedarf, die ABS-Kappen und Synapse. Wer Makros nicht braucht, bekommt für 66 Euro mit der Alloy Origins Core mehr Gehäuse pro Euro.

Fazit

Die vollständigste Full-Size im Vergleich, mit einem klaren Adressaten: Spieler, die Makrotasten tatsächlich belegen. Leise lineare Switches und die mitgelieferte Handballenauflage machen sie alltagstauglicher als die meisten Konkurrenten. Der Software-Zwang bleibt der Grund, warum sie nicht Testsieger ist.

Testergebnis im Detail

Gesamtwertung 8,7 von 10 — Sehr gut. So setzt sich das Ergebnis zusammen:

  • Gaming-Performance25 %8,8

    Eignung im Spiel: Auslösecharakteristik, N-Key-Rollover, Anti-Ghosting, Rapid Trigger sowie die Frage, wie gut sich schnelle Richtungswechsel und Doppelanschläge kontrollieren lassen.

  • Switches & Tippgefühl15 %8,8

    Schaltertyp und -qualität, Gleichmäßigkeit über das Board, Stabilisatoren, Anschlaggefühl und Laufruhe der größeren Tasten.

  • Verarbeitung15 %8,8

    Gehäusematerial, Verwindungssteifigkeit, Tastenkappenmaterial (PBT gegenüber ABS), Spaltmaße, Kabel- und Standfußqualität.

  • Latenz & Reaktionszeit15 %8,6

    Polling Rate, Verbindungsart und — sofern eigene Messwerte vorliegen — die gemessene Eingabelatenz. Ohne Messung wird ausschließlich die technische Auslegung bewertet.

  • Ausstattung10 %9,0

    Hot-Swap, Medientasten, Drehregler, Displays, USB-Passthrough, Handballenauflage, Beleuchtung und Speicherprofile.

  • Software5 %7,6

    Funktionsumfang, Bedienbarkeit, Ressourcenbedarf, Onboard-Speicher und ob die Tastatur ohne installierte Software vollständig nutzbar bleibt.

  • Ergonomie5 %8,8

    Bauhöhe, Neigungsoptionen, Handballenauflage, Layout-Logik und Tastenerreichbarkeit bei längeren Sitzungen.

  • Preis-Leistung10 %8,2

    Gegenwert im Verhältnis zum Marktpreis und zu direkten Alternativen in derselben Preisklasse.

Gewichtetes Modell aus acht Kriterien —Testverfahren ansehen.

Messwerte

Keine eigenen Messwerte

Für dieses Modell liegen der Redaktion keine eigenen Messungen vor. Die Bewertung stützt sich auf Herstellerangaben und Marktlage — siehe Teststatus oben. Wie wir messen, steht im Testverfahren.

Technische Daten

Herstellerangabe

Alle Werte in dieser Tabelle stammen aus Datenblatt und Produktangaben des Herstellers. Es sind keine eigenen Messungen.

Switches & Auslösung

Switch-Technologie
Mechanisch
Switch-Modell
Razer Yellow (linear, gedämpft)
Charakteristik
Linear
Auslösepunkt
1,2 mm
Rapid Trigger
Nein
Hot-Swap
Nein

Bauform & Material

Formfaktor
Full-Size
Tastenanzahl
104–105 Tasten
Layout
QWERTZ (DE)
Gehäuse
Aluminium-Deckplatte
Tastenkappen
ABS, doppelt gespritzt

Verbindung & Leistung

Verbindung
Kabelgebunden
Polling Rate
1.000 Hz
Kabel
USB-C, fest verbunden, geflochten

Ausstattung

N-Key-Rollover
Ja
Beleuchtung
RGB pro Taste plus Unterbodenbeleuchtung
Makrotasten
6
Medientasten
Ja
Handballenauflage
Ja
Software
Razer Synapse

Maße & Gewicht

Gewicht
1.450 gohne Kabel

Sonstiges

Plattformen
Windows, macOS
Garantie
24 Monate

Weitere Ansichten

Herstellerbilder. Eigene Aufnahmen liegen für dieses Modell nicht vor — was daran liegt, dass es der Redaktion nicht vorgelegen hat.

Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • Razer Yellow: linear, leise, 1,2 mm Auslöseweg
  • Sechs dedizierte Makrotasten links plus Kommandorad
  • Magnetische, gepolsterte Handballenauflage im Lieferumfang
  • Aluminium-Deckplatte, RGB pro Taste plus Unterbodenbeleuchtung
  • Zwei Neigungsstufen und großzügige Kabelführung

Nachteile

  • Razer Synapse muss für Makros und Profile dauerhaft laufen
  • Tastenkappen aus doppelt gespritztem ABS statt PBT
  • Große Grundfläche — mit Handballenauflage über 50 cm Tiefe
  • 1.000 Hz Abfragerate, kein HyperPolling in diesem Modell

Unser Fazit

8,7/10Sehr gutRedaktionelle Gesamtwertung 8,7 von 10 — Sehr gut

Die vollständigste Full-Size-Tastatur im Vergleich: leise lineare Switches, sechs Makrotasten, Kommandorad und magnetische Handballenauflage. Synapse als Dauerprozess ist der Haken.

Beste Wahl für

  • Wer Makrotasten wirklich nutzt
  • Gemischte Nutzung aus Spielen und Arbeiten
  • Leises Spielen mit linearen Switches

Nicht ideal für

  • Wer keine Hintergrundsoftware installieren will
  • Kleine Schreibtische
  • Wer einen spürbaren Druckpunkt sucht

Alternativen

  • Wenn du statt Makrotasten einen einstellbaren Auslösepunkt willst

    CorsairCorsair K70 MAX100–180 €
    9,0Redaktionelle Gesamtwertung 9,0 von 10 — Überragend

    Die K70 MAX ist die technisch flexibelste Tastatur in diesem Vergleich: der Auslösepunkt lässt sich pro Taste zwischen 0,4 und 3,6 mm einstellen, die Abfragerate liegt bei 8.000 Hz. Der Preis und die schwergewichtige iCUE-Software sind der Gegenwert dafür.

  • Wenn du weder Makros noch Handballenauflage brauchst und Geld sparen willst

    HyperXHyperX Alloy Origins Core50–100 €
    8,6Redaktionelle Gesamtwertung 8,6 von 10 — Sehr gut

    Ein Vollaluminium-Gehäuse, lineare Switches und sonst nichts: die Alloy Origins Core lässt alles weg, was beim Spielen nicht hilft, und ist deshalb für unter 70 Euro schwer zu schlagen.

  • Wenn der Schwerpunkt eher auf Arbeiten als auf Spielen liegt

    LogitechLogitech MX Mechanical100–180 €
    8,0Redaktionelle Gesamtwertung 8,0 von 10 — Sehr gut

    Eine Arbeitstastatur mit mechanischen Switches, die zum Spielen taugt — nicht umgekehrt. Für gemischte Nutzung am Schreibtisch die angenehmste Tastatur im Vergleich, für kompetitives Spielen die falsche.

Häufige Fragen

Welche Switches hat dieses Modell?

Lineare Razer Yellow mit 1,2 mm Auslöseweg und werkseitiger Dämpfung. Die BlackWidow V4 wird auch mit klickenden Razer Green angeboten — das ist eine andere Artikelnummer. Wer gezielt den Clicky-Switch will, muss auf die Variante achten.

Braucht die BlackWidow V4 Razer Synapse?

Für Grundfunktionen nein, für den eigentlichen Kaufgrund ja. Tippen und Standardbeleuchtung funktionieren ohne Software. Die sechs Makrotasten und das Kommandorad sinnvoll zu belegen, geht nur mit Synapse — und Synapse läuft danach als Hintergrundprozess weiter.

Wie viel Platz braucht die Tastatur?

Mit angesetzter Handballenauflage über 50 Zentimeter Tiefe bei Full-Size-Breite. Auf einem 60-Zentimeter-Schreibtisch bleibt dann wenig Raum für die Mausbewegung. Wer knapp bei Platz ist, sollte ein TKL-Modell wählen.

Passende Ratgeber

Änderungsverlauf

  1. Switch-Variante korrigiert: dieses Modell wird mit linearen Razer Yellow ausgeliefert.

  2. Erstveröffentlichung der redaktionellen Bewertung.

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